DAS ROTE BUCH
3., überarbeitete und erweiterte Auflage

 

Hinweis: Der Inhalt der einzelnen Kapitel des Roten Buches ist hier nicht einsehbar!

Vorwort

Inhaltsverzeichnis
mit themenbezogenen Internetlinks

 

 

Vorwort

Die Behandlung von Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen ist vielschichtig. Sie hat gemäß dem aktuellen Stand der Wissenschaft („State of the Art“) zu erfolgen und kurative, supportive und gegebenenfalls palliative Konzepte zu berücksichtigen. Patienten und deren Angehörige müssen in ihrer einzigartigen und belastenden Situation betreut, beraten und einbezogen werden.
Von -beispielsweise- Ernährungsberatung über Physiotherapie bis hin zur Pflege sind unterschiedlichste Disziplinen in den Behandlungsprozeß zu integrieren, und nicht zuletzt beeinflussen Kostenaspekte, administrative Notwendigkeiten und gesellschaftliche Schwerpunkte das ärztliche Handeln.

In diesem komplexen Umfeld soll „Das Rote Buch“ ein praxisnaher Leitfaden sein, der auf der Basis der täglichen Anforderungen an den behandelnden Arzt und das klinische Team erarbeitet wurde. In den hämatologisch und onkologisch tätigen Abteilungen des Universitätsklinikums Freiburg werden bereits seit vielen Jahren Krankheits- und Therapiedaten systematisch erfasst und evaluiert. Auf der Grundlage dieser Daten und unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Forschungsergebnisse und Richtlinien („Guidelines“) werden standardisierte klinische Behandlungspfade, Therapieprotokolle und Empfehlungen entwickelt, die eine Behandlung des Patienten auf dem neuesten Stand gesicherter medizinischer Erkenntnisse („evidence based medicine“) nach „Good Clinical Practice“-Richtlinien erlauben. Auch im Hinblick auf die Fallpauschalen (DRG) im Gesundheitswesen erscheint sowohl die Dokumentation als auch die Standardisierung der Therapie entscheidend.

Diese Überlegungen führten zur Veröffentlichung der genannten Empfehlungen in der ersten Auflage des „Roten Buchs“ 1998 als Sammlung für die tägliche Arbeit auf Station oder in der ambulanten Therapie. Bewusst wurde keine umfassende Darstellung angestrebt, sondern selektiv in Freiburg bewährte Vorgehensweisen und Therapieprotokolle dargestellt. Dabei wurden insbesondere auch interdisziplinäre Behandlungskonzepte sowie aktuelle Ergebnisse präklinischer Forschung und klinischer Studien integriert, wobei wir der Meinung sind, dass auch weiterhin eine Notwendigkeit für den Einsatz von Medikamenten außerhalb der zugelassenen Indikation besteht. Im Mittelpunkt einer modernen, verantwortlichen Hämatologie und Onkologie steht weiterhin der Patient in seiner einzigartigen, häufig lebensbedrohlichen Erkrankungssituation, die eine einfühlsame, individuelle und umfassende Betreuung unter Einschluss kurativer, palliativer und supportiver Behandlungsverfahren erfordert.

Nach den ersten beiden Auflagen erfuhren wir eine breite positive Resonanz, verbunden mit überwiegend konstruktiver Kritik, die wir für die dritte, erweiterte Auflage aufgegriffen haben. Die bestehenden Kapitel wurden intensiv überarbeitet und es wurde eine Reihe von neuen Beiträgen aufgenommen, die speziell für die praxisnahe Ausrichtung des „Roten Buchs“ hilfreich und/oder notwendig erschienen. Selbstverständlich sollte das Volumen des Roten Buchs trotz inhaltlicher Erweiterung die Tauglichkeit für den täglichen praxisnahen Einsatz nicht einschränken. Daher wurden der knappe Stil der Darstellung sowie die bewährte Einbindung von Ablaufdiagrammen zur übersichtlichen Erläuterung des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens beibehalten.

Das Rote Buch war und bleibt eine Diskussionsgrundlage. Wir sind zur Weiterentwicklung wie bisher auf den Erfahrungsaustausch mit onkologisch tätigen Kolleginnen und Kollegen angewiesen. Sie können Kritik und Anregungen natürlich direkt den Herausgebern mitteilen, alternativ bitten wir um Ihre Kommentare und Verbesserungsvorschläge als E-Mail an die Adresse:
rotes.buch@mm11.ukl.uni-freiburg.de.

Die Herausgeber danken allen Autoren sowie dem „GCP-Team“ in Freiburg für ihre engagierte Mitarbeit.

Im Oktober 2006
Die Herausgeber